Gegenwartskunst als Vereinsarbeit

Ein Seminar an der Universität Konstanz
in Kooperation mit dem Kunstverein Konstanz

Wie müsste ein Kunstverein aussehen, in dem SIE – ja, genau Sie, Studentin oder Student im Studiengang LKM der Universität Konstanz – Mitglied werden würden? Welche Kunst müsste er zeigen? Welche Organisationsformen müsste er haben? Welche Veranstaltungstypen sollte er pflegen?

Diese Fragen stellt Dr. Albert Kümmel-Schnur, Literatur- und Medienwissenschaftler, Transferkoordinator an der Universität Konstanz, im laufenden Sommersemester Studierenden des Studiengangs Literatur-Kunst-Medien.
In drei Gruppen erarbeiten 10 Studentinnen und 2 Studenten neue Ideen für den Kunstverein Konstanz.

Die Frage hat er nicht selbst aufgeworfen, sondern Mitglieder des Vorstands des Kunstvereins. Dieser ist – buchstäblich – in die Jahre gekommen: 1858 wurde er als erster Kunstverein am Bodensee und als 14. Kunstverein auf dem Gebiet der deutschen Staaten gegründet. In Konstanz ist er der einzige Verein, der sich um die Pflege der Gegenwartskunst kümmert. Auch die anderen der mittlerweile 300 Kunstvereine in Deutschland haben die Aufgabe, durch die Organisation von Ausstellungen die Arbeit lebender Künstlerinnen und Künstler einem breiteren Publikum vorzustellen. Sie sind also keine Museen, die sammeln und keine Galerien, die verkaufen. Als gemeinnützige Vereine leben sie von ihren Mitgliedern, die im Idealfall eine Community von Kunstliebhaber:innen bilden. Genau hier liegt das Problem: viele Kunstvereine sind überaltert. Der Kunstverein Konstanz sieht dieses Problem als Chance, sich neu zu erfinden. Deshalb sind jetzt Studierende der Kunstwissenschaft am Zuge: wie müsste ein Kunstverein aussehen, in dem SIE mitarbeiten würden?

"Machen Sie mit – erfinden Sie Ihren eigenen Kunstverein!" Was unter diesem Motto herauskommt, wird am Ende des Semesters dem Kunstverein in der Jahreshauptversammlung vorgestellt und mit ihm diskutiert.

Studentengruppe Uni Konstanz

Foto: Christa Schweizer

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