Rajkamal Kahlon

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Rajkamal Kahlon deckt in ihrem malerischen Werk auf, wie ideologielastig historische, v.a. kolonialgeschichtlich geprägte Bilddokumente sind und wie deren eurozentrisches Weltbild zu rassistischen Überzeugungen beiträgt. In einem um 1900 erschienenen ethnographischen Werk, Fundstück aus einem Wiener Antiquariat, übermalt Kahlon stereotype Schwarzweiß-Fotografien des „Wilden und Primitiven“ und gibt in ihren farbigen Ergänzungen den dargestellten Menschen Würde und Schönheit, bisweilen auch in humorvoller Transformation. In der Installation von 300 bearbeiteten Buchseiten wird der Riss zwischen historischem Druckzeugnis und dessen Analyse durch Kahlons malerische Mittel unmittelbar nachvollziehbar.

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